Vietnam / Ho Chi Minh City / Die Stadt
Ho Chi Minh City ist das wirtschaftliche Zentrum Vietnams. Bis
zur Wiedervereinigung von Nord- und Süd-Vietnam im April
1975 hiess die Stadt Saigon. Sie wurde von der kommunistischen
Regierung Hanois zu Ehren des vietnamesischen Revolutionsführers
Ho Chi Minh umbenannt.
Die Bevölkerung der Stadt hat sich allerdings an den neuen
Namen nicht so recht gewöhnen wollen und benutzt nach wie
vor für die gesamte Stadt den Namen Saigon. In offiziellen
Publikationen ist allerdings stets von Ho Chi Minh City die Rede.
Da sich der alte Name Saigon nicht verbannen liess, gingen die
Behörden einen Kompromiss ein und blieben für das Zentrum
Ho Chi Minh Citys beim alten Namen, Saigon. Offiziell ist also
die Stadt als Gesamtheit Ho Chi Minh City. Der Bezirk in der Stadtmitte
ist offiziell Saigon.
Auf der Höhe des Vietnam-Krieges hatte die Stadt 4½
Millionen Einwohner. Nach der Wiedervereinigung Vietnams senkten
die kommunistischen Machthaber die Bevölkerung. Allerdings
waren diese Massnahmen längst nicht so drastisch wie entsprechende
Schritte der Khmer Rouge in Phnom Penh. Inzwischen ist die Bevölkerung
Saigons wieder auf mehr als 4 Millionen angewachsen.
Saigon und das Mekong-Delta wurden erst im 17. Jahrhundert von
Vietnamesen bevölkert, nachdem die Region zuvor Siedlungsraum
der Khmer (Kambodschaner) gewesen war.
Photo: Bus-Station in Cholon, Ho Chi Minh City
1859 erobern die Franzosen Saigon, 1862 machen sie es zur Hauptstadt
ihrer Kolonie Cochin China. Danach wurde Saigon im französischen
Stil ausgebaut, mit breiten Boulevards und eleganter Architektur.
Ho Chi Minh City ist eine Stadt mit einem hohen Anteil chinesischer
Bevölkerung, die hauptsächlich im Kleinhandel tätig
ist. Die traditionelle Chinatown Saigons ist Cholon.