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Reise-Informationen / Einkaufen / Edelsteinschmuck
Edelsteine sind, gemessen in Geldbeträgen, der zweitwichtigste Export-Artikel Thailands, nach Bekleidung, und noch vor Reis.
Im Jahre 1990 exportierte das Land Edelsteine im Wert von ungefähr 1,5 Milliarden US Dollar. Mehr als die Hälfte der jährlich auf der Welt verarbeiteten Rubine stammt aus Thailand, hauptsächlich aus der Grenzregion zu Kambodscha. (Es werden auch in substantieller Zahl kambodschanische Rubine nach Thailand geschmuggelt und von dort in alle Welt exportiert.)
In den thailändischen Provinzen Chanthaburi, Kanchanaburi und Phrae werden blaue Saphire abgebaut. Zirkon und Granat gehören zu den anderen Edelsteinen, die in Thailand gefunden werden, und in geringerer Menge gibt es auch Smaragde.
Thailand ist im Prinzip ein günstiger Platz, um Edelsteine und Edelsteinschmuck zu kaufen - vorausgesetzt, man ist damit zufrieden für ein vergleichbares Schmuckstück vielleicht die Hälfte bis zwei Drittel dessen zu bezahlen was man in Deutschland hinzublättern hätte - und hat nicht Flöhe derart im Kopf, zu glauben, man könnte mit dem Kauf von ein paar Edelsteinen, die man zuhause dem Juwelier hinlegt, nachträglich den Thailand-Urlaub finanzieren.
Trotzdem gibt es immer wieder Touristen, die in Thailand auf Edelstein-Betrüger hereinfallen. Dabei gilt, wie allgemein, dass moralfeste Leute sehr viel schwieriger zu betrügen sind, als solche, deren Grundeinstellung es ist, es mit der Ehrlichkeit selbst nicht so genau zu nehmen.
Denn meistens werden diejenigen Touristen, die beim Kauf von Edelsteinen oder Edelstein-Schmuck hereingelegt werden, mit irgendwelchen Geschichten geködert, es winke ein besonders gutes Geschäft auf Kosten irgendwelcher anderer Leute. Zum finanziellen Verlust kommt dann bei Leuten, die bei Edelstein-Geschäften hereingelegt werden, ausserdem der Gesichtsverlust - jemanden anderen wollten sie reinlegen, aber reingelegt wurden am Schluss sie selbst.
Die Betrüger im Edelstein-Geschäft (es gibt sie hauptsächlich in Bangkok) suchen sich als Opfer stets solche Ausländer aus, die selbst zu einem Betrug gewillt sind, wenn die Aussichten, dabei erwischt zu werden, gering sind. Dieser Maxime entsprechen denn auch die Geschichten, mit denen die Betrüger aufwarten.
Zunächst müssen die Betrüger sich natürlich ins Vertrauen ihrer Opfer einschleichen. Die Touristen lernen sie in der Regel als hilfsbereite thailändische Studenten kennen, die sich erbieten, den Ausländern ein paar Sehenswürdigkeiten zu zeigen oder ihnen einen Einblick ins thailändische Leben zu geben, wie es wirklich ist. Und dann wird den Touristen, ganz sachte, die Geschichte untergeschoben, mit der sie hereingelegt werden.
So kommt es zum Beispiel vor, dass der angebliche Student den naiven, aber selbst betrugswilligen ausländischen Besuchern erzählt, die thailändische Regierung habe den gesamten Edelsteinhandel einer strengen Kontrolle unterworfen. Alle Steine im normalen Handel seien, zum Beispiel, mit einer Steuer von 50 oder 100 oder 200 Prozent belegt, und das selbe gelte für Steine, die aus Thailand exportiert werden.
Doch man könne dem Staat ein Schnippchen schlagen. Es gebe nämlich auch einen Schwarzmarkt für Edelsteine, und die dort erhältlichen Steine würden an der Steuer vorbeigeschleust. Oder überhaupt seien diese Steine aus den vom Staat streng bewachten Minen gestohlen und herausgeschmuggelt worden.
Zufälligerweise nun kenne der hilfreiche Student eine Familie, in der der Vater oder der Onkel oder Cousin in einer Edelsteinmine arbeite, und es sei diesem gelungen, dort ein paar Rubine oder Saphire mitgehen zu lassen. Die könne man jetzt zur Hälfte oder zu einem Viertel ihres tatsächlichen Wertes kaufen. Und in der Heimat könne man diese Steine leicht bei jedem Juwelier mit Gewinn losschlagen. (In Thailand selbst gehe das nicht, weil die Juweliere nur Steine kaufen dürften, bei denen zertifiziert sei, dass sie legal aus den Minen ausgeliefert und ordnungsgemäss versteuert seien.)
Diese Geschichten sind natürlich von vorne bis hinten Unsinn: weder ist der Edelsteinhandel in Thailand vom Staat monopolisiert, noch werden irgendwelche exorbitanten Sondersteuern erhoben, noch werden für den Kauf oder Verkauf von Edelsteinen oder Edelstein-Schmuck irgendwelche Zertifikate benötigt. Es herrscht in Thailand freie Marktwirtschaft.
Trotzdem fallen Ausländer oft genug auf solche oder ähnliche Geschichte herein. In den englischsprachigen Zeitungen Thailands, der Bangkok Post und der Nation, liest man bisweilen einen Leserbrief solcherart gelinkter Touristen. Die meisten Betrogenen werden sich jedoch hüten, die eigene Geschichte publik zu machen, da sie meist ein negatives Licht auch auf das Opfer wirft.
Eine Variante, die ebenfalls virtuos gespielt wird, baut auf der Gewilltheit vieler Leute auf, die Notlage anderer Menschen schamlos auszunützen. Die Geschichten, mit welcher die Schwindler aufwarten, enthalten dann einen diskreten Hinweis, dass Edelsteine oder Schmuck von dieser oder jener Person weit unter dem tatsächlichen Wert verkauft werde, weil diese Person gerade dringend Geld brauche, um die Herz-Operation eines Babys zu bezahlen - und es sei dringend, weil das Baby schon in Lebensgefahr schwebe.
Wiederum wird die Geschichte mit irgendwelchen Details ausgeschmückt, die begründen sollen, warum der Schmuck nur an einen Ausländer verkauft werden könne (nicht versteuerte Erbschaft, oder sonst irgendwelcher Unsinn).
Und stets wird freizügig mit dem Hinweis hantiert, der Schmuck könne im Heimatland des Touristen mit grossem Gewinn wieder verkauft werden. Mitleid kann man mit Touristen, die auf eine solche Geschichte hereinfallen, allerdings nicht mehr haben. Wer die Schamlosigkeit besitzt, aus der (wenn auch nur angeblichen) Notlage eines Babys ein Geschäft machen zu wollen, dem geschieht es fast schon recht, wenn er dabei eins auf die Nase kriegt.
Wie schon eingangs erwähnt: eine ehrliche Grundhaltung bewährt sich bisweilen auch als Schutz davor, Opfer von Schwindlern zu werden. Wer grundsätzlich nicht dazu bereit ist, unehrliche Geschäfte zu machen, der kann von Edelstein-Betrügern sehr viel schwieriger aufs Glatteis geführt werden.
Auf englisch heisst diese Art von Betrügern übrigens con artist, wobei con eine Ableitung von confidence, dem Wort für Vertrauen ist - ihre Kunst ist es, sich bei ihren Opfern zunächst ins Vertrauen zu schleichen.
Wer in Thailand, besonders in Bangkok, ehrlich Edelsteine oder Edelstein-Schmuck kaufen will, der kann sich über eine grosse Auswahl freuen.
Die einfachste Maxime für den Touristen, der in Thailand Schmuck einkaufen will, ist immer noch, sich an ein gut etabliertes, seriöses Schmuckgeschäft zu halten. Denn für jeden, der nicht selbst Experte für Schmuck ist, bleibt Schmuckkauf in erster Linie eins: Vertrauenssache.
Experte muss man sein, um die Qualität von Steinen beurteilen zu können. Wegen der Qualitätsunterschiede bei Edelsteinen kann es durchaus sein, dass ein billigeres Schmuckstück überbezahlt, ein teureres aber durchaus preisgünstig ist - jeweils im Verhältnis zu seinem etwaigen Wert. Grundsätzlich ist zu empfehlen, sich an vertrauenswürdige Adressen zu halten und nur in Schmuckgeschäften, nie aber von Privatleuten, die man erst kürzlich kennengelernt hat, Schmuck zu kaufen.
Wen Edelsteine ausreichend faszinieren, um zum Experten werden zu wollen, der kann in Bangkok beim Das Asian Institute of Gemological Science stellt auch Gutachten über die Echtheit und den Qualitätsgrad einzelner Edelsteine aus - ohne sich jedoch auf einen Wert festzulegen. Das Echtheits- und Qualitäts-Zertifikat kostet 599 Baht, wenn man eine Woche drauf warten kann, oder 999 Baht, wenn man es schneller haben will. Die Echtheit von Steinen wird mit einem Gerät überprüft, das ihre Wärmeleitfähigkeit misst.
Als groben Anhaltspunkt kann man sich merken, dass Rubine teurer sind als Smaragde, Smaragde teurer als Saphire, und Saphire teurer als Granat-Steine. Die Masseinheit für die Grösse von Edelsteinen ist international das Gewichts-Karat. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm.
Wie ein thailändischer Schmuckhändler der Redaktion dieses Reiseführers erklärte, ist das wichtigste Qualitätsmerkmal von Farbsteinen eben dies: die Farbe. In der Regel wird ein Stein von besonders schöner Farbe höher bewertet, selbst wenn er Einschlüsse aufweist, als ein gleichgrosser Stein, der sauberer, aber von weniger schöner Farbe ist. Der Schmuckhändler wörtlich: "Wenn ein Stein von bester Farbe und ganz sauber ist, und dabei nicht irrsinnig teuer, dann ist Misstrauen angesagt."
Die plumpesten falschen Steine sind natürlich einfach aus Glas. Aber solch plumper Methoden, einfach Glassteine einzufassen, bedienen sich eigentlich nur Strassenbetrüger. Eine Gefahr, der man sich aber sogar in unseriösen Schmuckgeschäften aussetzt, sind Schmuckstücke, in die geklebte Steine eingearbeitet werden. Und das funktioniert so: die Oberfläche eines Edelsteins, der in ein Schmuckstück eingearbeitet wird, ist tatsächlich Rubin oder Smaragd oder Saphir. Darunter wird jedoch mit einem farblosen Spezialkleber ein synthetischer Stein geklebt. Der Betrug kann nur aufgedeckt werden, wenn der Kombinations-Stein aus der Fassung gelöst wird - ein Testaufwand, den wegen der beträchtlichen Kosten auch misstrauische Schmuckkäufer scheuen. (Wie gesagt: die beste Gewähr ist immer noch, Schmuck nur in einem seriösen Geschäft zu kaufen.)
Übrigens, was das Testen betrifft: wer mit einem in Thailand gekauften Schmuckstück zu einem Juwelier in der europäischen Heimat geht, um dort nachzufragen, was ein Schmuckstück, das man etwas verschämt aus der Tasche zieht, eigentlich wert sei, der darf sich darauf vorbereiten, einen absoluten Niedrigstpreis genannt zu bekommen. Denn nichts ärgert deutsche, österreichische oder Schweizer Juweliere so, wie wenn potentielle Kunden ihren Schmuck in Fernost kaufen - und sich dann auch noch bestätigen lassen wollen, dass sie billiger eingekauft haben als bei ihm.
Der so befragte deutsche, österreichische oder Schweizer Juwelier wird an dem Schmuckstück, das ihm gezeigt wird, kein gutes Haar lassen: "Steine so schlechter Qualität werden in Europa gar nicht gehandelt" (auch wenn es sich um exquisite Steine handelt), "mies verarbeitet", "billiges Design" etc. Dabei bezieht er selbst einen Gutteil seines Schmucks aus Fernost!
Eines der grössten Schmuckgeschäfte Thailands, ja sogar ganz Asiens, ist Bei keinem anderen Schmuckhändler in Thailand findet man eine so enorme Auswahl wie in der Bei den meisten Schmuckstücken, die in der Gems Gallery verkauft werden, ist das Gewicht des jeweils verarbeiteten Steines in Karat genau angegeben. Man weiss also über ein Schmuckstück, das man bei der Aber damit nicht genug. In der Gems Gallery hat jeder Besucher beste Gelegenheit, etwas über Edelsteine und ihre Verarbeitung zu lernen. Denn jeder Besucher kann sich in den Klein-Kinos der Gems Gallery einen sehr lehrreichen Lichtbild-Vortrag über Edelsteine und ihre Verarbeitung anzuschauen. Des weiteren wurden einige Arbeitsplätze in den Räumlichkeiten neben der Ausstellungs- und Verkaufshalle eingerichtet, wo Goldschmieden bei der Verarbeitung von Edelsteinen zugeschaut weren kann.
Ein Besuch in der Gems Gallery ist Bestandteil einiger Tour-Arrangements, die von Diethelm Travel angeboten werden. Es besteht selbstverständlich kein Kaufzwang; das Personal der Gems Gallery ist überaus zuvorkommend und unternimmt keinen Versuch, Besucher zum Kauf von Schmuck oder Edelsteinen zu drängen (nach dem Selbstverständnis der Gems Gallery hat man dies auch nicht nötig).
Während fast ganz Thailand für Edelsteine berühmt ist, ist es speziell die Insel Phuket für Perlen. Im Umkreis von Phuket gibt es gleich mehrere Perlenfarmen, und Perlenketten werden in zahlreichen Schmuckgeschäften Phukets angeboten.
Bei echten Perlen richtet sich der Wert nach drei Gesichtspunkten: der Farbe, der Gleichmässigkeit und der Grösse. Den Laien wird überraschen, dass von diesen drei Qualitätsmerkmalen die Grösse dasjenige ist, das sich am deutlichsten auf den Preis auswirkt. Die meisten Austern, in die ein Sandkorn eingeschleust wird, hören einfach auf, Perlmuttschichten um den Eindringling zu legen, sobald die Perle eine gewisse Grösse erreicht hat. Wirklich grosse Perlen sind extrem selten. Abhängig hauptsächlich von der Grösse der Perlen kann eine Kette zwischen 8.000 und 200.000 Baht kosten.
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They are the majority ethnic group of Vietnam, comprising 86% of the
population as of the 1999 census, and are officially known as Kinh to
distinguish them from other ethnic groups in Vietnam.
http://www.asiatour.com/thailand/d-02reis/dt-re231.htm
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