HOME

English

Thailand

Bevölkerung

Die Bevölkerung Thailands beträgt 60,6 Millionen, wobei die Wachstumsrate bei 1,5 % liegt. Mit einer Bevölkerung von 60,6 Millionen liegt Thailand in Südost-Asien hinter Vietnam (74,6 Millionen) und den Philippinen (67,7 Millionen) und weit hinter Indonesien (196,5 Millionen), aber vor Myanmar (46,7 Millionen), Malaysia (20,1 Millionen), Kambodscha (9,8 Millionen) und Laos (4,8 Millionen).

Die Wachstumsrate der Bevölkerung gehört zu den niedrigsten in der Region. Thailands 1,5 % liegt höher als die Wachstumsrate Chinas (1,2%), aber sie ist niedriger als in Laos (2,9%), den Philippinen (2,3%), Malaysia (2,4%), Vietnam (2,3%), Kambodscha (2,5%), Burma (2,1%) und Indonesien (1,7%). [Quelle: Asiaweek vom 17. November 1995]

Moslem-Kinder
Photo: Moslem-Kinder in Süd-Thailand

**********

Im Gegensatz zu den meisten anderen aufgeführten Ländern gibt es in Thailand keine nennenswerten ethnischen Konflikte. Der einzige, allerdings nicht sehr ausgeprägte, innere Konflikt des Landes, in den südlichsten Provinzen des Königreichs, ist nicht ethnisch, sondern eher religiös begründet. Die südlichsten Provinzen, an der Grenze zu Malaysia, sind moslemisch, während die thailändische Bevölkerung ansonsten dem Theravada-Buddhismus anhängt. Doch obwohl die Beziehungen zwischen Bangkok und den südlichsten Provinzen bisweilen nicht gerade harmonisch sind, und obwohl es in dem religiös motivierten Konflikt mehrere Tote im Jahr gibt, werden den separatistischen Tendenzen wenig Erfolgsaussichten prognostiziert.

Die Abwesenheit ethnischer Konflikte verleiten den Besucher Thailands leicht zu der Annahme, das Land sei ethnisch kohärenter als es tatsächlich der Fall ist. Während es zwar in der Tat keine grosse ethnisch völlig verschiedene Minderheit gibt, wie zum Beispiel die Kurden im Irak oder in der Türkei, gibt es in Thailand eine sehr grosse Zahl kleiner ethnischer Minderheiten, von denen die meisten sich auf einer niedrigeren kulturellen und zivilisatorischen Ebene befinden als die Thai-Gesellschaft im Ganzen. Die meisten dieser Stammes-Gesellschaften sind im Norden des Landes angesiedelt.

Doch auch die Hauptgruppe der thailändischen Gesellschaft ist weniger kohärent als es zum Beispiel die japanische Gesellschaft ist. Ursprünglich lebten die Thais in Süd-China, hauptsächlich in einem Gebiet, das der jetzigen chinesischen Provinz Jünan entspricht, und die thailändische Sprache ist in ihrer Struktur auch der gesprochenen chinesischen Sprache ähnlich.

Erst seit den ersten Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung sind Thais in nennenswerter Zahl in ein Gebiet eingewandert, das dem heutigen Territorium Thailands entspricht. Dieses Gebiet war aber zu jener Zeit schon von Volksgruppen besiedelt, die den Thais ethnisch nicht nahestehen, hauptsächlich den Khmers (den Vorfahren der heutigen Kambodschaner) und ihren Verwandten, den Mons, und, in geringerem Umfang, von Burmesen und Malaien.

Thais waren in den ersten rund 1000 Jahren, in denen sie ein Gebiet besiedelten, das in etwa dem heutigen Thailand entspricht, in diesem Gebiet keineswegs die dominierende Volksgruppe. Zur dominierenden Volksgruppe wurden sie erst vor etwa 700 Jahren, als die Eroberungszüge am Südrand des chinesischen Reiches zu einer Migration von Thai-Volksstämmen im grösseren Stil führten.

Da Thais, die in den ersten 1000 Jahren der christlichen Zeitrechnung Südostasien bevölkerten, stets in Staatsgebilden lebten, die von Khmers und Mons regiert waren, und da später in den Staatsgebilden der Thais zahlreiche andere Völker lebten, kam es jahrhundertelang zu starker ethnischer Vermischung. Zur ethnischen Vermischung hat weiterhin beigetragen, dass stets Bevölkerungsumsiedlungen im grossen Stil vorgenommen wurden, wann immer sich die Machtverhältnisse in Südostasien tiefgreifend veränderten. Schon in Khmer-Reichen, die über ein ausgeprägtes Sklaverei-System verfügten, war es Sitte, von Kriegszügen nicht nur Beute in Form von Schätzen, sondern auch in Form von Bevölkerungszuwachs mitzubringen.

Weiterhin hat zur ethnischen Vermischung beigetragen, dass Thailand, oder Siam, wie das Land viele Jahrhunderte hiess, auf eine lange Geschichte politischer Asylgewährung zurückblicken kann. Vietnamesische Christen, Mon-Minderheiten aus Burma und Oppositionsgruppen aus Kambodscha haben in Thailand nicht erst während und nach dem Vietnam-Krieg politisches Asyl gesucht und erhalten, sondern schon vor Hunderten von Jahren.

Und schliesslich und endlich sind seit Jahrhunderten Chinesen in substantieller Zahl in ein Gebiet eingewandert, das dem heutigen Thailand entspricht - wobei deren Motivation allerdings stets eher wirtschaftlicher als politischer oder religiöser Natur war. Bis heute haben ethnische Chinesen in der thailändischen Wirtschaft eine führende Stellung. Und der Sohn eines chinesischen Vaters und einer thailändischen Mutter, Taksin, war von 1767 bis 1782 sogar König von Siam.

Weite Teile Nord-Thailands standen jahrhundertelang unter burmesischer Herrschaft, ein Umstand, der nicht nur die Kultur Nord-Thailands geprägt hat, sondern auch eine ethnische Vermischung zur Folge hatte.

Was der thailändischen Nation von heute deshalb ihr starkes Identitätsgefühl verleiht, ist weniger die ethnische Kohärenz, als vielmehr eine linguistische, politische, religiöse und kulturelle Gleichförmigkeit mit nur wenigen Ausnahmen.

Zwar wird die thailändische Sprache im Norden und im Süden des Landes nicht genau gleich ausgesprochen; die Schrift jedoch ist die gleiche, und es ist eine Schrift, die in keinem anderen Land der Welt benützt wird. Ein einigender Faktor, der kaum unterschätzt werden kann, ist die Monarchie - seit Jahrzehnten personalisiert durch den überaus populären König Bhumiphol Adulyadej.

**********

There may be a very substantial difference between genuine university lab- extracted tongkat ali and the commercial products one finds on health store shelves.


**********


http://www.asiatour.com/thailand/d-01land/dt-lan14.htm
Jan Garanoz
Juhu Tara Road, Juhu,
Mumbai - 400049 India
Last updated: June 21, 2010