Myanmar / Attraktionen um Taunggyi
Photo: Markt zu Wasser auf dem Inle-See
Inle-See
Eindeutig die wichtigste Attraktion im Umkreis von Taunggyi ist der Inle-See, der sich, beginnend etwa 30 Kilometer südlich der Stadt, in Nord-Süd-Richtung auf rund 100 Kilometer erstreckt, wobei er manchmal weniger als zwei Kilometer breit ist. Noch wesentlich geringer ist die Ausdehnung des Sees in der dritten Dimension, der Tiefe. Denn obwohl man von einem Bergsee normalerweise eine grosse Tiefe erwartet, liegt der Boden des Inle-Sees im Durchschnitt nur etwa 4 Meter unter der Wasseroberfläche.
Der See ist fischreich, aber was ihn einzigartig macht, ist die Art und Weise, wie er im Gartenbau bewirtschaftet wird, denn es wurden im See eine Vielzahl von Gärten angelegt, indem jeweils eine Umfassung gebaut und der dazwischenliegende Bereich mit dem Grundschlamm des Sees aufgefüllt wurde. Für das Anlegen der Umfassungen wurden und werden in erster Linie Wasserhyazinthen verwendet.
Der resultierende Boden ist ausgesprochen fruchtbar; angebaut werden überwiegend Tomaten und Bohnen. In manchen Teilen des Sees wurden so extensiv Gemüsegärten angelegt, dass der See eigentlich wie ein Kanalsystem zwischen vielen Landgrundstücken wirkt.
Pindaya
Pindaya ist eine kleine Stadt, etwa 100 Kilometer von Taunggyi, die zwar nur über eine einzige Sehenswürdigkeit verfügt, die dafür aber umso beeindruckender ist: die Pindaya-Höhlen, oder, wie die Sehenswürdigkeit wegen ihrer religiösen Relevanz auch heisst, die Shweumin-Pagode. Es handelt sich dabei um ein System von Höhlen in einem Kalksteinberg, in denen nach der letzten Zählung aus dem Jahre 1990 insgesamt 6226 Buddha-Statuen aufgestellt wurden; aber wahrscheinlich sind es inzwischen um einige mehr, denn Gläubige bringen ständig neue Buddha-Statuen an, die sie dem Kloster, das die Höhlen verwaltet, zur Aufbewahrung schenken. Aber man hat, so scheint es, bei 6226 das Zählen aufgegeben. Jedes Jahr im März findet bei den Höhlen ein Tempelfest statt, zu dem Tausende von Pilgern anreisen.