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Myanmar

Mandalay / Die Stadt

Buddha-Meissler
Photo: Buddha-Meissler in Mandalay

Mandalay, am Ayeyarwaddy-Fluss rund 600 Kilometer nördlich von Yangon gelegen, ist Myanmars zweitgrösste Stadt und hat etwa eine halbe Million Einwohner.

Trotz des wunderschön klingenden Namens, der zu Assoziationen mit einem frühzeitlichen Märchenkönigreich einlädt, ist Mandalay weder besonders alt noch besonders schön. Aber Mandalay war die Hauptstadt des letzten unabhängigen burmesischen Königreiches, das schliesslich 1886 von den britischen Kolonialtruppen erobert wurde.

Die Stadt war erst 29 Jahre früher, im Jahre 1857, von König Mindon gegründet worden, war also nicht einmal 30 Jahre lang Hauptstadt eines unabhängigen Königreichs gewesen.

Im Gegensatz zu anderen burmesischen Städten, insbesondere Yangon, ist Mandalay nicht aus einer kleineren Ansiedlung zur Stadt gewachsen. Mandalay wurde von 1857 an auf freiem Gelände errichtet, weil eine alte Prophezeiung vorhergesagt hatte, dass an dieser Stelle zum 2400 Jubiläum des buddhistischen Glaubens eine Stadt entstehen würde.

König Mindon beschloss, diese Prophezeiung zu erfüllen, und so verlegte er im Jahre 1857 seine Hauptstadt von Amarapura bescheidene zwölf Kilometer nach Süden, an den Ort, der daraufhin Mandalay genannt wurde.

Eine Verlegung der Hauptstadt bedeutete in damaliger Zeit nicht einfach, dass eine alte Stadt verlassen und an anderer Stelle eine neue Hauptstadt errichtet wurde. Da alle säkularen Gebäude der damaligen Zeit, auch die königlichen Paläste, aus Holz gebaut waren, wurden bei einer Verlegung der Hauptstadt die Häuser einer alten Ansiedlung komplett abmontiert, auf Wagen und Elefanten verladen und an der für die neue Stadt ausgesuchten Stelle wieder aufgebaut.

Diese Art des Umziehens ganzer Hauptstädte ist in Myanmar Tradition, denn keineswegs war die Verlegung der Hauptstadt von Amarapura nach Mandalay die erste Aktion dieser Art. Die wichtigste burmesische Stadt des nördlichen Ayeyarwaddy-Tals war für lange Zeit das 1364 gegründete Ava, rund 20 Kilometer südwestlich von Mandalay. 1636 zogen das damals mächtige burmesische Königshaus aus Taungu (rund 280 Kilometer nördlich von Yangon, etwa 320 Kilometer südlich von Mandalay) nach Ava um und machte es zur Hauptstadt eines burmesischen Reiches, das in etwa die Ausdehnung des heutigen burmesischen Staates hatte.

Doch 1782 wurde die Stadt zusammengepackt und rund 8 Kilometer nach Nordosten verlegt, in das schon erwähnte Amarapura. 1823 wurde wiederum die gesamte Hauptstadt abmontiert, und alles wurde wieder 8 Kilometer südwestlich, in Ava, aufgebaut. Doch 1838 wurde Ava bei einem Erdbeben beschädigt, und 1841 wurde wieder zusammengepackt und nochmals nach Amarapura transferiert. Auch dies war nicht von Dauer, denn schon 16 Jahre später wurde wiederum die gesamte Stadt verlegt, diesmal 12 Kilometer nach Nordosten, ins heutige Mandalay.

Wer angesichts der ständigen Umzieherei der burmesischen Hauptstadt glaubt, es habe sich dabei mehr oder weniger um ein Zeltlager gehandelt, der täuscht sich. Zumindest die königlichen Paläste waren, obwohl aus Holz errichtet, überaus massiv. Zahlreiche mächtige Teak-Baumstämme dienten als Säulen, und königliche Paläste waren oft mehrere Stockwerke hoch.

Die königlichen Paläste aus Amarapura wurden in Mandalay auf einem quadratischen Gelände, etwa einen Kilometer vom Ufer des Ayeyarwaddy entfernt, errichtet. Das Palastgrundstück wurde mit Mauer und Graben eingefasst.

Nachdem die Briten 1886 Mandalay erobert hatten, machten sie die königlichen Paläste von Mandalay zu ihrem militärischen Hauptquartier und tauften den Komplex in Fort Dufferin um.

Im Zweiten Weltkrieg richteten die Japaner an der selben Stelle eine Militärkaserne ein, die daraufhin von den Alliierten solange bombardiert wurde, bis von den alten Palastgebäuden nichts mehr übrig war.

Das frühere Palastgrundstück ist heute unter dem Namen Fort Mandalay bekannt. Einige Beton-Replika der alten Paläste wurden gebaut, und weitere Rekonstruktionen sind im Gange.

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These known abnormalities in tyrosine kinases give mechanistic insight into the genetics underlying approximately half of the cases of AML with phospho-STAT5.

http://www.asiatour.com/myanmar/d-06mand/dm-man10.htm
Jan Garanoz
Juhu Tara Road, Juhu,
Mumbai - 400049 India
Last updated: May 01, 2012