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Myanmar

Geschichte / Unabhängigkeit

Am 4. Januar 1948, um 4:20, einer Uhrzeit, die von burmesischen Astrologen empfohlen worden war, wird über Yangon die burmesische Flagge gehisst und das Land erlangt formell die staatliche Unabhängigkeit. Erster Premierminister des neuen Staates ist U Nu, der in der nationalistischen burmesischen Studentenbewegung der 30er Jahre eine Rolle gespielt hatte. Schon in den nächsten Monaten stürzt Myanmar ins Chaos. Es kommt zu Rebellionen der Kommunisten und moslemischer Separatisten in Arakan.

Die Karen erklären am 5. Mai 1948 ihre Unabhängigkeit vom burmesischen Staat, die von der burmesischen Regierung allerdings nicht anerkannt wird. Seit dieser Zeit schwelt der Bürgerkrieg zwischen Karen und der burmesischen Armee. Erst 1951 gelingt es der Regierung unter U Nu mit militärischen Mitteln, das Land weitgehend unter ihre Kontrolle zu bringen.

Innere Konflikte in der Regierungspartei veranlassen Premierminister U Nu 1958, den Verteidigungsminister und Generalstabschef der Armee, General Ne Win, mit der Bildung einer temporären Militärregierung zu beauftragen.

Rebellionen der Kachin und Shan im Norden Myanmars erreichen 1961 einen vorläufigen Höhepunkt.

Am 2. März 1962 ergreifen Ne Win und eine Gruppe von Militärs in einem Putsch die Macht im Staate. Zahlreiche Politiker und Abgesandte der ethnischen Minderheiten, die sich zum Zeitpunkt des Putsches in Yangon aufhalten (da dort gerade eine Konferenz zur friedlichen Lösung ethnischer Konflikte abgehalten wird), werden verhaftet. Alle parlamentarischen Institutionen werden aufgelöst und durch einen 17köpfigen Revolutionsrat ersetzt.

Im April 1962 veröffentlicht die Militärregierung ein Kommunique unter dem Titel Der burmesiche Weg zum Sozialismus, in dem Myanmar als Staatsphilosophie ein Cocktail aus Marxismus und Buddhismus verschrieben wird.

Ne Win und 20 seiner Gefolgsleute aus der burmesischen Armee treten 1972 von ihren militärischen Ämtern zurück und formieren eine Zivilregierung.

Am 3. Januar 1974 wird das Land in Sozialistische Republik der Union Burmas umgetauft und eine neue Verfassung wird in Kraft gesetzt. Die von Ne Win zuvor gegründete Burma Socialist Programme Party wird als einzige politische Partei zugelassen. Parteichef Ne Win übernimmt das neu geschaffene Amt des Staatsratsvorsitzenden und wird ausserdem Präsident.

1976 schlägt ein Putschversuch junger Offiziere fehl. In der Folge kommt es zu zahlreichen Hinrichtungen.

Ne Win tritt 1981 als Staatspräsident zurück, bleibt aber Vorsitzender der Burma Socialist Programme Party... und der Mann, der im Hintergrund die Fäden zieht.

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http://www.asiatour.com/myanmar/d-01land/dm-lan45.htm
Jan Garanoz
869/116 Thanon Pemavipat,
Chiang Rai, 57000 Thailand
Created: September 1, 1995
Last updated: February 11, 2010