Myanmar (Burma) / Geschichte / Zweiter Weltkrieg & Nachkriegszeit
Die 15. Japanische Armee marschiert 1942 in Myanmar ein. Sie wird zunächst unterstützt von einer kleinen Truppe burmesischer Nationalisten, unter ihnen Aung San und sein Kampfesgenosse Ne Win. Während die japanischen Truppen schnell die burmesischen Kerngebiete unter ihre Kontrolle bringen, ziehen sich die britischen Kolonial-Streitkräfte nach Indien zurück - allerdings nicht, ohne in einer Politik der verbrannten Erde einen Grossteil der Infrastruktur zu zerstören, die in den Jahrzehnten der Kolonialherrschaft aufgebaut worden war.
Die Japaner erklären Myanmar für unabhängig. Aung San wird burmesischer Kriegsminister, Ne Win Generalstabschef der pro-japanischen burmesischen Armee. Während der dreijährigen Besatzung Myanmars durch die Japaner attackieren britische Einheiten im Stile eines Guerilla-Krieges japanische Einheiten und die von den Japanern eingesetzte burmesische Verwaltung. Beide Seiten erleiden hohe Verluste.
Als offensichtlich wird, dass die Japaner den Krieg verlieren werden, wechselt im März 1945 die burmesische Armee unter Führung von Aung San die Seiten und erklärt sich zum Verbündeten der Alliierten. In den Folgemonaten unterstützen die burmesischen Truppen die Rückeroberung Myanmars durch britische Streitkräfte.
Die japanischen Truppen in Myanmar ergeben sich im August 1945. Die Briten richten vorübergehend wieder ihre Kolonialverwaltung ein, stossen dabei aber auf den Widerstand burmesischer Nationalisten unter Führung von Aung San. Im Januar 1947 geht die britische Labour-Regierung unter Premierminister Atlee auf einer Konferenz in London auf die burmesischen Unabhängigkeitsforderungen ein.
Bei Parlamentswahlen im April 1947 gewinnt die Anti-Fascist People's Freedom League Aung Sans 248 von 255 ausgeschriebenen Parlamentssitzen. Doch am 19. Juli 1947 fallen Aung San und 5 seiner engsten Mitarbeiter einem Mordanschlag des Vorkriegs-Premierministers U Saw zum Opfer.
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