Dieses Wat ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in ganz Süd-Laos.
Dabei ist es eigentlich nicht eine laotische Anlage. Denn gebaut
wurde das Wat Phou von den Khmers, deren Nachfolger die
heutigen Kambodschaner sind.
Auch wenn es kleiner ist, so ist das Wat Phou im Baustil doch
vergleichbar mit dem Angkor Wat. Und ähnlich ist auch
die Atmosphäre. Denn wie das Angkor Wat, so ist auch Wat
Phou nicht einfach nur eine Tempelanlage. Vielmehr wirkt es wie
eine im Dschungel für Jahrhunderte vergessene Stadt.
Dass es nicht ständig für den Gebrauch renoviert wurde,
macht gerade den Charme, sowohl des Angkor Wat als auch des Wat
Phou aus: denn längst ist die Natur in die Tempelanlage hereingewachsen.
Dass für das Wat jahrhundertelang keine Nutzung bestand,
lag daran, dass es als hinduistischer, nicht als buddhistischer
Tempel gebaut wurde.
Das Wat Phou ist älter als das Angkor Wat. Gegründet
wurde es in den ersten Jahrzehnten des 9. Jahrhunderts vom Begründer
des ersten unabhängigen Khmer-Reiches, Jayavarman II.
Die Khmers waren zuvor unter javanischer (indonesischer) Oberhoheit
gestanden. Wat Phou diente Jayavarman II sogar für einige
Zeit als Hauptstadt.
Doch schon Jayavarman II baute vor Ende seiner Regierungszeit
im Jahre 850 in der Nähe von Angkor Wat einen neuen Regierungssitz.
Trotzdem bleibt Wat Phou für die ganze Zeit des Bestandes
des Angkor-Reiches (rund 600 Jahre) als wichtige Pilgerstätte
in Betrieb.