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Jan Garanoz
Thanon Pemavipat
Chiang Rai, 57000
Thailand


Laos / Geschichte / Unabhängigkeit

Am 19. Juli 1949 gewährt Frankreich Laos die formelle Unabhängigkeit. Für fast drei Jahrzehnte, von 1949 bis 1975, ist die innenpolitische Situation in Laos in hohem Masse verworren. Im wesentlichen drei Fraktionen kämpfen um die Macht im Staate: 1. eine konservative, royalistische Gruppe, die unter anderem über ein 30.000 Mann starkes Heer des Hmong(Meo)-Bergstammes verfügt; 2. eine neutralistische Gruppe, deren wichtigster Exponent Prinz Souvanna Phouma ist; 3. eine kommunistische Gruppe mit einem blaublütigen Führer, Prinz Souphanouvang.

Der Bürgerkrieg zwischen den drei Fraktionen wird allerdings nicht mit der Härte geführt wie in Vietnam und Kambodscha, und mehrmals während der drei Jahrzehnte kommt es zu Koalitionsregierungen, an denen alle drei Fraktionen beteiligt sind. Führend in diesen Koalitionsregierungen sind normalerweise die Neutralisten.

Von 1964 bis 1973 führt die USA einen lange geheimgehaltenen Krieg in Laos, sowohl gegen laotische Kommunisten, als auch gegen nordvietnamesische Truppen, die über den durch Laos verlaufenden Ho-Chi-Min-Pfad den Vietcong in Süd-Vietnam versorgen.

Doch 1973 ziehen die USA sich militärisch aus Indochina zurück und in Vientiane wird die rechtsgerichtete Regierung durch eine Koalitionsregierung von Neutralisten und den Kommunisten der Pathet Lao ersetzt.

Nachdem kommunistische Truppen in Süd-Vietnam und in Kambodscha die jeweilige Hauptstadt erobert haben, übernimmt 1975 auch in Laos die kommunistische Pathet Lao allein die Macht. Zwar werden auch in Laos politisch Andersdenkende in Umerziehungslager verschickt. Es kommt jedoch nicht zu einem Blutbad wie in Kambodscha, und der vormalige neutralistische Premierminister Souvanna Phouma wird nicht einmal inhaftiert, sondern lediglich zum Berater der Regierung degradiert. In den folgenden Jahrzehnten unterhält Laos besonders enge Beziehungen zu Vietnam. Der wichtigste Mann im kommunistischen Laos, der Generalsekretär der Revolutionären Volkspartei, Kaysone Phomvihan, ist zur Hälfte Laote, zur Hälfte Vietnamese.

Auf dem fünften Kongress der Revolutionären Volkspartei im März 1991 werden weitreichende Änderungen der wirtschaftlichen Struktur des Landes beschlossen. Wie in China und Vietnam werden private Betriebe, freie Marktwirtschaft und ausländische Investitionen unter günstigen Bedingungen zugelassen, um die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu beschleunigen. Und wie in China und Vietnam zeigt sich die politische Führung des Landes nicht bereit, ihre Machtfülle in einem Mehrparteien-System zu teilen.

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Created: September 1, 1995 - Last updated: August 1, 2007