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Jan Garanoz
Thanon Pemavipat
Chiang Rai, 57000
Thailand




Kambodscha / Angkor Thom und Bayon

Süd-Tor
Photo: Süd-Tor zum Angkor Thom

Angkor Thom ist die Innere Königsstadt, die Ende des 12. Jahrhunderts in der Herrschaftszeit von König Jayavarman VII gebaut wurde, nachdem Angkor kurz zuvor von den Chams erobert und gebrandschatzt worden war. Diese Innere Königsstadt wurde als quadratische Anlage gebaut und mit einem rund 100 Meter breiten Graben und einem 8 Meter hohen Wall eingegrenzt.

Angkor Thom ist geometrisch ausgerichtet: Nicht nur ist die Grundfläche ein Quadrat; die Seiten dieses Quadrates verlaufen genau in Nord-Süd- und in Ost-West-Richtung. Jeweils genau in der Mitte jedes Walls befindet sich ein Tor, das sich auf einen Damm mit Strasse über den breiten Graben öffnet. Genau in der geometrischen Mitte Angkor Thoms befindet sich die von König Jayavarman VII angelegte Tempelanlage Bayon. Diese Tempelanlage hat den Archäologen einige Rätsel aufgegeben, weil sie nicht im selben Sinne wie Angkor Wat zur hinduistischen Mythologie passt. Es wird deshalb angenommen, dass von König Jayaverman VII buddhistische Glaubenselemente in das religiöse System Angkors eingeführt wurden, die allerdings nach dem Tod von Jayavarman VII zunächst wieder aufgegeben worden waren.

Der Palast-Bereich Angkor Thoms liegt unmittelbar nördlich des Bayon. In den Grundzügen wurden diese Gebäude schon rund 150 Jahre vor dem Bau Angkor Thoms, in der Herrschaftszeit von Suryavarman I angelegt. Aus dem Zentrum des Palast-Komplexes erhob sich der Himmlische Palast, Phimeanakas. Den ersten Teil einer Nacht verbrachte der Khmer-König stets im obersten Bereich dieses Himmlischen Palastes, wo er, so die Überlieferung, eine geschlechtliche Vereinigung mit der Sonnenkönigin hatte.

Mehrere hohe Terrassen innerhalb Angkor Thoms dienten in erster Linie zeremoniellen Zwecken, zum Teil auch Feuerbestattungen.


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Created: September 1, 1995  -  Last updated: February 20, 2008