Photo: Der Mekong in Phnom Penh
Mit einer Fläche von 181.035 Quadratkilometern ist Kambodscha
etwa halb so gross wie Deutschland. Das Land wird begrenzt
im Westen von Thailand, im Norden von Laos und im Osten von Vietnam.
Der mit Abstand wichtigste Fluss Kambodschas ist der Mekong,
der das Land auf etwa 500 Kilometern in nordsüdlicher Richtung
durchquert. Der Mekong ist schiffbar von der Mündung in Vietnam
bis nach Phnom Penh.
Der grösste Binnensee Südost-Asiens, Tonle Sap,
liegt in Kambodscha. Der See ist über einen kurzen Fluss,
der ebenfalls Tonle Sap heisst, mit dem Mekong verbunden. Für
die meiste Zeit fliesst dieser Fluss aus dem Tonle-Sap-See in
den Mekong. Führt der Mekong in der südostasiatischen
Regenzeit von Juni bis Oktober aber Hochwasser, fliesst
der Fluss Tonle Sap aus dem Mekong in den See Tonle Sap und führt
im Umkreis des Sees zu enormen Überschwemmungen. Der Tonle
Sap kann in dieser Jahreszeit auf mehr als die doppelte Grösse
anschwellen.
Zentral-Kambodscha ist eine fruchtbare Ebene. In der Form
eines Halbkreises bilden jedoch Gebirgszüge eine natürliche
Grenze zu Thailand. Im Westen sind dies die Kardamom-Berge
(die nach dem gleichnamigen Gewürz benannt sind), im
Südwesten die Elefantenberge und im Norden der Dankret-Gebirgszug.
Der höchste Berg Kambodschas ist der Phnom- Aural im
Kardamom-Gebirgszug, der eine Höhe von 1.813 Metern aufweist.
Die Gebirgszüge sind bis jetzt vergleichsweise dicht bewaldet
und nur spärlich bevölkert. Alle drei erwähnten
Gebirgszüge sind immer noch Operationsgebiet der Khmer-Rouge-Guerillas.
Der südliche Küstenstreifen ist für die
kambodschanische Wirtschaft nie wirklich von Bedeutung gewesen.
Einerseits ist er von der Zentralebene durch unwegsames Gelände
getrennt, andererseits ist und war die wirtschaftliche Lebensader
Kambodschas stets der Mekong.